Wer was auf sich hält surft mit Firefox und raunt schreckliche Dinge über das wuchernde Monster Google. Ist zwar kein Geheimnis, aber war mir so nicht bewusst: Google ist der Hauptgeldgeber für Firefox. Wikipedia spricht:
Den Großteil ihrer Einnahmen bezieht die Mozilla Foundation aus einem Sponsoringvertrag mit Google. Der noch bis zum Jahr 2011 laufende Vertrag regelt die jährliche Zahlung von etwa 60 Millionen US-Dollar, im Gegenzug veröffentlicht Mozilla seine Browser mit Google als Standardsuchmaschine.
Im Original können die Tatsachen auf mozilla.org nachgelesen werden.
Ähnlich wie die Bildungseliten im 18. und 19. Jahrhundert ihr bisheriges Vorrecht der Nutzung der Kulturtechnik des Lesens in Gefahr sahen, reagieren heutige (Bildungs-)Eliten aggressiv auf die drohende Entwertung ihres Privilegs hinsichtlich der Produktion und Distribution von Texten oder Inhalten sowie deren vereinfachte Distribution durch das Internet. Wenn nun jeder und jede seine/ihre Sicht auf die Welt weltweit und ohne zeitliche und räumliche Einschränkungen publizieren kann, steht die Exklusivität des kulturellen Kapitals der Intermediatoren von Weltsichten, insbesondere von Intellektuellen, also WissenschaftlerInnen und JournalistInnen, zumindest potenziell zur Disposition.
Wir haben es mal durchgezogen. Mit der bombastischen Datenbasis von 39 Datensätzen aus 3 Klassen sind wir zu folgendem Ergebnis gelangt:
SchülerInnen mit überdurchschnittlich guten Leistungen sind bei durchschschnittlich 3 Netzwerken angemeldet und haben im Schnitt 240 Kontakte. Bei den unterdurchschnittlich guten sind es 4 Netzwerke und 360 Kontakte. Außerdem sind die besseren Leute 9 Monate älter. Oder als Diagramm:
Facebook-User haben schlechtere Noten. Wär ja mal ein Projekt, zu prüfen ob bei uns auch ein Zusammenhang zwischen Notendurchschnitt und der Affinität zu studivz & Co besteht.
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Diese letzte Universalklausel hat es mir angetan. Es ist also auch verboten die Seite zu lesen, sich zu merken, zu verlinken. Ja selbst aufzurufen stellt ja wohl eine „Benutzung auf sonstige Weise“ dar.