Web 2.0 und Bildungseliten

28. August 2009

Klaus Schönberger in seinem Artikel „Die Debatte erden“ :

Ähnlich wie die Bildungseliten im 18. und 19. Jahrhundert ihr bisheriges Vorrecht der Nutzung der Kulturtechnik des Lesens in Gefahr sahen, reagieren heutige (Bildungs-)Eliten aggressiv auf die drohende Entwertung ihres Privilegs hinsichtlich der Produktion und Distribution von Texten oder Inhalten sowie deren vereinfachte Distribution durch das Internet. Wenn nun jeder und jede seine/ihre Sicht auf die Welt weltweit und ohne zeitliche und räumliche Einschränkungen publizieren kann, steht die Exklusivität des kulturellen Kapitals der Intermediatoren von Weltsichten, insbesondere von Intellektuellen, also WissenschaftlerInnen und JournalistInnen, zumindest potenziell zur Disposition.


Walter Benjamin

27. August 2009

Was zum Hören: Ein Gespräch über Walter Benjamin und „das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit„.

Ich finde immer beeindruckend, wie weitsichtig die alten Theoretiker wie Brecht oder eben Benjamin waren, wenn es um die damals neuen Medien geht. Aber vielleicht liegt es daran, dass sie zwischen den Zeiten lebten – Sie kannten die Zeit ohne Radio und TV und hatten ein Gespür für die Veränderung.

So wie meinereiner, der noch die internetlose Zeit kennt, als noch noch keine many-to-many Kommunikation gab.


Hörprojekt

1. Juni 2009

Mit sowas kann zwar kein Geld verdient werden, passt aber trotzdem in die Sparte Multimedia: Spuren rechtsmotivierter Gewalt. Ein Hörrundgang durch Leipzig.


Petition

12. Mai 2009

Im Internet kann eine Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ gezeichnet werden.

Bei heise.de findet sich eine saubere Argumentation gegen den Versuch das Internet durch Sperrlisten zu zensieren.


PirateBay-Urteil

19. April 2009

Der Yeti fragt:

Was sagen sie, beim Thema Hackerparagraph, zur Verurteilung der PirateBay-Jungs?

MR antwortet:

Natürlich kein Hurra, wie die Rechteindustrie tönt. Aber auch kein empörter Aufschrei. Eher so ein weises: So sind die Regeln.

A) Spontan kamen mir zwei Sachen in den Kopf:
Erstens: Wenn ich zu so einer Sitzblockade gegen ‘ne Nazidemo gehe, dann weiß ich vorher, OK – es kann passieren, dass ich mit Wasserwerfern von der Polizei weggeputzt werde. Und wenn die Nazis ausrasten sollten, dann wird mich dieselbe Polizei wahrscheinlich schützen. Aber ich werde höchstwahrscheinlich nicht erschossen.
Zweitens: Vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm gab es bei Aktivisten medienwirksam so Hausdurchsuchungen von schwarz vermummten Leuten. Einer der belästigten Leute war sehr weise und sprach, das ginge schon in Ordnung – schließlich hätten sie ja Sachen vor, die nicht ganz legal seien.
Und ich finde es paradisisch sicher in Europa, wenn ich an südamerikanische Todesschwadrone oder chinesische Todesurteile denke.

Den Rest des Beitrags lesen »


Vortrag zu unbezahlten Praktika

10. November 2008

Aus dem Alternativen Vorlesungsverzeichnis, dass irgendwie nicht so richtig online zu finden ist:

Die Referenten kommen von der Gewerkschaft FAU-Leipzig, sie werden über die Formen und Hintergründe unbezahlter Arbeit sprechen und speziell auf eure Fragen zum Praktikum eingehen, (wwwfau.org)
Dienstag 11.11.2008 / 19:00 Uhr / In den Räumen von Radio Corax (Unterberg 11) / das Haus hinter der Schischabar Sedir Den Rest des Beitrags lesen »


Virales Marketing

6. November 2008

Überall hieß es, Obama habe seinen Wahlkampf auch stark im Internet geführt. Wie das aussah, erreichte selbst mich per Kettenmail.

Schönes Beispiel für dynamisch generierten Inhalt. Next Level – Sprachausgabe.


The Yes Men

22. August 2008

Ein interessanter Film über eine Aktivistengruppe aus dem Dunstkreis von Netzkunst/Social Hacking/Kommunikationsguerilla.

Termin: 1.9.2008, 20 Uhr, Kino am Zoo


Bertelsmann

15. Mai 2008

Ist zwar ein wenig off-topic. Aber so eine Diplomarbeit von Susanne Schiller über die Bertelsmann-Stiftung macht deutlich in was für einer Gesellschaft wir Medien machen. In ihrer Zusammenfassung heißt es

„Wie ich bereits einleitend erwähnte und in dieser Arbeit versucht habe zu zeigen, ist die Einflussnahme durch die Stiftung in ihrem Umfang kaum durchschaubar. Wie im Fall der Hartz-Reformen wird die Arbeit der Stiftung teilweise erst durch genaues Recherchieren im Nachhinein sichtbar, die genauen Einzelheiten über die verschiedenen Arbeitsgruppen, -gebiete, -aufträge und -papiere bleiben jedoch intransparent. Ihre Projekte finden hauptsächlich bei den Betroffenen und ihrem Umfeld Beachtung. Ein individuelles oder kollektives Bewusstsein über die politische, mediale und finanzielle Macht Bertelsmanns existiert meines Erachtens nicht oder nur sehr vereinzelt.“