Facebook als Religion, iPhone als Rosenkranz

Norbert Bolz:

Medien bieten Ersatzformen von Allwissenheit und Allgegenwärtigkeit an. An die Stelle religiöser Kommunikation tritt heute Kommunikation als Religion. Totale Verkabelung, die Verstrickung im elektronischen Netz, wird der unbefangene Blick aber als profane Variante der religio – und das heißt ja eben: Rückbindung erkennen. In der Vernetzung zum integralen Medienverbund ist uns eine stabile Umbesetzung der Transzendenz gelungen. Das Göttliche ist heute das Netzwerk. Und Religion funktioniert als Endlosschleife.

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Ein Gedanke zu „Facebook als Religion, iPhone als Rosenkranz

  1. Ich schreib ausnahmsweise mal nicht vom iPhone ;)
    Klar, Netzwerke sind wichtig und ne schöne Sache, aber letztlich ist das Zwischenmenschliche (wie Monty Python noch hinzufügen würde: „Knickknack… sie wissen schon!“) nicht zu verachten. Und ich muss sagen, die dreeschäddel-Schule war da ein wichtiger Punkt… Es gibt ja immer so seine „Freunde“ (Netz) bzw. Bekannte (Reallife-Bezeichnung) mit denen man gerne noch Kontakt hat und woraus Freunde werden können.

    Evtl sollte man das Netz lieber als Vorstufe sehen zum „Befreunden“…
    Letztlich schauen wir mal was die Entwicklung so bringt…

    LG
    Yeti

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