Psychische Erkrankungen

In meinem Ethikunterricht merke ich, dass psychische Erkrankungen immer noch stärker stigmatisiert werden als Beinbrüche oder Bronchitis. Am Rande meiner Aufmerksamkeit hatte ich schon von Statistiken über um sich greifende Depressionen gehört. Ich habe mal was zusammengetragen:

  • Diagnose Depression: Jüngere Menschen sind verwundbarer geworden: „In keiner Altersgruppe sind Depressionen in Deutschland so weit verbreitet wie unter den 18- bis 29-Jährigen.“
  • aerzteblatt.de zeigt, dass sich die Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen von 1995 bis 2009 fast verdoppelt haben.
  • Die BundesPsychotherapeutenKammer schreibt: „Innerhalb eines Jahres erkrankt in Deutschland jeder dritte Erwachsene an einer psychischen Krankheit. Vergleichbare Prävalenzraten berichten internationale Studien für andere westliche Industrienationen.“

Damals im Industriezeitalter, als der Kapitalismus noch schmutzig und unsozial war, sind die Arbeiter in ihren Hinterhöfen mit ihren Kinderscharen halb verhungert. Und Halle war in den 1980ern so dreckig, dass wirklich viele Kinder so einen fiesen Dauerhusten hatten. Vielleicht lässt uns heute die Irrationalität und offensichtliche Unvernünftigkeit unseres Wirtschaftens und Zusammenlebens an der Seele erkranken. Wir sollen flexibel sein und kooperativ, aber nur in den Grenzen unseres Arbeitsbereiches…

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