Glück

glueck
(Quelle: pic.twitter.com/Z6xJG9lXvg

— Jan Lehnardt (@janl) 26. Januar 2015)

Wenn du völlig zufrieden bist mit den Vergnügungen des Lebens, ist da kein Platz für das Glück. Menschen und Situationen können dir Vergnügen schenken, niemals aber Glück.

Nisargadatta

Das Glück eher soziologisch bei Quarks & Co:

& zum Nachlesen bzw. als Tafelbild
Auffassungen von Leuten, die zitiert werden:

  • Eckhart von Hirschhausen:
    Glück ist nicht die Hauptsache, sondern das Nebenprodukt eines sinnvollen Lebens. Zu tun, was einem entspricht, sich auch auf andere Menschen beziehen, nicht nur auf sich selbst, und ständig dazulernen das sind die Grundbedingungen für ein glückliches Leben.
  • Aristoteles (384 – 322 v. Chr.):
    älteste überlieferte Definition des Glücklichseins: Glück sei das, was der Mensch um seiner selbst willen anstrebt, und nicht um etwas anderes damit zu erreichen. Allerdings wird nicht erörtert, wodurch man dieses Glück bekommen kann. Ein tugendhaftes Leben erzeuge dieses Glück, ohne daß man es bewußt anstreben solle.
  • Epikur (341 – 270 v. Chr.)
    definierte Glück im Gegensatz zu Aristoteles nicht positiv, sondern negativ als Abwesenheit von Schmerz und Bedürfnissen. Diese Philosophie liegt noch heute der Medizin zugrunde, die davon ausgeht, es genüge, Menschen zu heilen, um sie glücklich zu machen. Auch die Psychologie folgte lange dieser Ansicht. Daher beschäftigen sich bis heute nur wenige Psychologen mit dem Glück. Erst in neuerer Zeit gibt es Ansätze, die beweisen wollen, daß Glück erlernbar sei.
  • Senecas (um 1-65 n. Chr.):
    Glücksbegriff und der Stoiker ähnelt dem Epikurs: Glück sei der natürliche Zustand und werde lediglich durch Einflüsse von außen geändert. Das Mittel gegen diese Störungen sehen die Stoiker in bewusst gepflegter Unempfindlichkeit gegenüber Einflüssen, also in stoischer Ruhe und Gelassenheit.
  • Augustinus von Hippo (354 – 430 n. Chr.)
    Glück sei, das zu bekommen, was man sich wünscht. Diese philosophische Definition liegt auch in unserer Gegenwart jenen Umfragen der soziologischen Glücksforschung zugrunde, die nach „Zufriedenheit“ forschen. Einem Zustand, der eng mit dem des Glücks verbunden ist.
  • Sawaki Kōdō (1880 – 1965)
    Glück findet, wer durch eine harte Schule geht. Er versteht, dass eine Not nicht unbedingt eine Not und eine Freude nicht unbedingt eine Freude ist. Normalbürger machen ein großes Theater um nichts. Ständig drehen sie sich im Kreis, laufen dem nach, was sie mögen, und laufen vor dem davon, was sie nicht mögen – dabei besteht das größte Glück darin, sich einfach auf alles einzulassen.

Weitere Ressourcen:

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2 Gedanken zu „Glück

  1. Ein Bauer fand einmal ein Adler-Ei. Er legte es zu seinen Hennen ins Nest.
    Dort schlüpfte der Adler und wuchs mit den anderen Küken auf. Er glaubte, ein Huhn zu sein. Und so gackerte er den lieben langen Tag. Er scharrte in der Erde nach Würmern, frass Körner und flatterte – wie es sich für ein anständiges Huhn gehört – höchstens ein oder auch mal zwei Meter in die Höhe.
    Eines Tages kreiste ein prächtiger Vogel über dem Hühnerauslauf hoch in der Luft. Bewundernd blickte der Adler nach oben und fragte ein befreundetes Huhn: “Wer ist das?”
    “Das ist ein Adler, der König der Lüfte”, sagte das Huhn.
    Der Adler seufzte und erwiderte: “Ach wäre es nicht herrlich, auch so hoch am Himmel fliegen zu können?”
    Das Huhn kicherte gackernd und meinte: “Vergiss es, wir sind Hühner, keine Adler!”
    Der Adler widmete sich fortan wieder dem üblichen Hühnergeschäft: Gackern, Scharren, Flattern.
    Monate später erschien ein vogelkundiger Mann auf dem Bauernhof und rief erstaunt: “Das ist ja ein Adler, dort bei den Hühnern! Man muss ihn fliegen lassen!”
    Der Bauer meinte: “Theoretisch schon, doch er will nicht, da er glaubt, ein Huhn zu sein!”
    Der Vogelkundige versuchte daraufhin tagelang, den Adler zum Fliegen zu animieren. Der Adler plumpste jedoch immer wieder zurück auf den Boden, gackerte, scharrte und flatterte.
    Schliesslich packte der Vogelkundige den Adler und fuhr mit ihm in die Berge, dorthin, wo die anderen Adler ihre Kreise zogen, wo sie lebten und brüteten.
    Der Adler erkannte sofort die Könige der Lüfte. Doch er wusste nicht, was er – als Huhn – hier oben bei ihnen tun sollte. Er wollte am liebsten wieder zurück in den Hühnerstall zu all den anderen Hühnern. Der Vogelkundige wusste sich nicht mehr zu helfen, ging mit dem armen Adler bis zum Abgrund und warf ihn dort in die Luft. Wie ein schwerfälliges Huhn trudelte der Adler in die Tiefe.
    Im Fall traf er zwei junge Adler. Sie riefen ihm zu: “Warum fliegst du nicht, Adler?”
    Und der Adler öffnete seine riesigen Flügel.
    Voller Freude erkannte er sein Irrtum.
    Er war kein Huhn, sondern einer von ihnen, ein König der Lüfte.
    Nie wieder dachte er zurück an den Hühnerstall…

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