Konsum macht einsam

Der Soziologe Zygmunt Bauman stellt die These auf, dass das allgegenwärtige Kaufen und Verkaufen auf menschliche Beziehungen übertragen wird:

Ein gut trainierter Konsument – dazu gehören wir tendentiell alle und zwar mit zunehmend jüngeren Alter – neigt dazu, die Welt im Ganzen als einen Container für Konsumprodukte zu sehen. Das Muster der Beziehung zwischen Kunde und Produkt wird als Archetyp für jede Beziehung gesehen – auch für die zwischen Menschen. Dabei gelten zwei Annahmen. Erstens: Ein Konsumprodukt soll Zufriedenheit verschaffen. Zweitens: Es gibt keinen Grund, einem Produkt gegenüber loyal zu sein, wenn es seinen Zweck nicht mehr erfüllt und vielversprechendere Alternativen vorhanden sind. Da alle oder zumindest fast alle Mitglieder in unserer Gesellschaft von Konsumenten dieses Muster akzeptieren, ist es kein Wunder, dass wir auch selbst von den anderen gemäß diesem Muster behandelt werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s