Sex als Strategie für Verbindung

Spannendes Interview in der ZEIT:

Ahlers: Was die meisten Paare erst verstehen müssen: Genitale sexuelle Interaktion ist für manche Männer der prominente oder sogar einzige Kanal, mit einem anderen Menschen authentisch emotional in Kontakt treten zu können. Ansonsten gilt: Kinn vor, hab ich, kann ich, weiß ich, bin ich. Nur im Bett darf ich auch mal weich sein und bedürftig. Das heißt, eigentlich geht es um einen Gefühlsstau und nicht um einen Samenstau. Ihre Bereitschaft, mit ihm zu schlafen, bedeutet für ihn: Ich bin okay.
ZEITmagazin: Auf diese Übersetzung kommt man in der Tat nicht sofort.
Ahlers: Nein, ganz im Gegenteil. Die Frau hat den Eindruck: Der benutzt mich. Der fragt nicht, wie es mir geht, der ist nicht zärtlich zu mir. Denn schon durch Zärtlichkeit können Frauen spüren: Der mag mich wirklich. Männer haben diesen Kanal natürlich auch. Aber die Gewissheit, dass sie mich wirklich haben will, habe ich nur dann, wenn sie mich in sich lässt. Das sagt er aber nicht. Stattdessen sagt er schlimme Worte, wie Druck oder dicke Eier. Und die übersetzen wir dann in der Sexualtherapie.

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Ein Gedanke zu „Sex als Strategie für Verbindung

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