Foresight-Filmfestival

Wie wollen, wie werden wir leben?

Das ist das Thema vom Foresight Filmfestival N° 1 am 2. Juli 2015 in Halle an der Saale. Forscher, Filmschaffende, Journalisten, Visionäre aller Disziplinen begegnen einander und extrapolieren aus dem heute Machbaren das morgen Mögliche. Das Foresight Filmfestival ist kein Science-Fiction-, sondern ein Science-Vision-Festival, bei dem vieles zusammenkommt: Spannung, Unterhaltung, Schau- und Gucklust auf Neues, Ungeahntes, Debatten, Kontroversen, Begegnungen. Zusammengefasst: Science meets Vision.
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Einreichungen bis 31.5.2015

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Digitaler Untergang des Abendlandes

Martin Lindner feuilletoniert über den „Digitalen Klimawandel„:

… Nennen wir es die Infosphäre. Sie hat sich mit den digitalen Netz-Medien ganz grundlegend gewandelt. Früher gab es nur zweierlei: Mündliche Sprache, die einen Moment über den Köpfen schwebt und dann verpufft. Und die Schrift, gestellt und gedruckt, für sich stehend und auf Dauer berechnet. Das blieb so im letzten Jahrhundert, […]
Und jetzt eben der ganz große Bruch: Digitalisierung, Internet, sozialen Medien. Seitdem verdoppelt sich alle zwei Jahre die Menge der verfügbaren Information. Und sie ist nicht mehr eingeschlossen in Papierblöcken und Datenbanken, sondern liegt als Wolke in der Luft. Lauter kleine Mikroinformationsstückchen, die ständig in Bewegung sind. Zeichen wollen zirkulieren. Und was nicht im Umlauf ist, ist jetzt schon vergessen.

Das ist der Digitale Klimawandel, und er hat direkte und indirekte Folgen für alles, was mit Daten, Kommunikation und Wissen zu tun hat. Der Golfstrom fließt jetzt anderswo, im Netz, und in der alten Welt schmelzen die Gletscher: Unternehmen wie Siemens, die Universitäten, Verlage wie Suhrkamp, politische Parteien … Großstrukturen, die bisher stabil und selbstverständlich schienen, weichen auf und zerfallen.

Ja aber im Gegensatz zu dieser menschlichen Veränderung, wie wir miteinander umgehen, tötet der „normale“ Klimawandel. IMHO besteht ein kategorialer Unterschied zwischen dem Sterben von Printmedien und dem Absaufen von karibischen Inseln.

Tipps für Abschlussarbeiten

Stephan H. Hartl gibt unter copyshop-tips.de allerlei Hinweise zum Thema Diplomarbeit vom Schlage:

„Ich dachte anfangs, ich hätte massig Zeit“
„Das Korrekturlesen dauerte länger als geplant“
„Der Ausdruck hat so lange gedauert“
„Die Farbe am Drucker ging zu Ende und die Läden hatten schon zu“
„Das Papier ist mir ausgegangen“
„Die Tinte meines Druckers verlief auf meinem Papier“
„Als ich ausdrucken wollte, hat mir Word alles durcheinandergeschmissen“
„Als ich ausdrucken wollte, stürzte mir der Rechner ab“

REVOLUTIONART

Jacob Kluge machte mich auf das Magazin REVOLUTIONART aufmerksam:

REVOLUTIONART International Magazine is a publication delivered in pdf format as a collective sample of the best of the graphic arts, modeling, music, and world tendences.It’s a revolutionary platform, a massive propaganda to communicate global messages and make people think. REVOLUTIONART delivers pure talent to more than 70,000 suscribers and readers per edition around the world.

The objective of REVOLUTIONART is to serve as a inspirational source to artists, models, advertisers, photographers, designers and communicators in general who wish to explore new alternatives of expression through graphical samples of design, photo, illustration, ads, fashion, music, and general visual arts.

Nach erstem Anschein ist das Teil so poltisch wie Palituch und CheGuevara-Sticker. Für uns Medienfuzzies aber auf jeden Fall sehenswert. In der  aktuellen Ausgabe geht es um „end of humanity“ – passend zur Spitzenposition Deutschlands: die weltweit pessimistischste Jugend.

Das Wesen des Medienschaffenden

Eske Bokelmann zitiert in „Im Takt des Geldes – Zur Genese modernen Denkens“  Besseler – Musikalisches Hören der Neuzeit:

Vom Blickpunkt des musikalischen Hörens erscheint die Epochenwende um 1600 von vornherein bedeutsam. Damals entstand eine Bühnenkunst in profaner und geistlicher Form, bald Oper und Oratorium genannt. Sie führte 1637 zum Bau von stehenden Theatern für die Öffentlichkeit. Weiterlesen